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Stellenanzeigen richtig lesen und verstehen


Du bist auf der Suche nach einem Job und klickst dich von einer Stellenanzeige zur nächsten? Du solltest sehr sorgfältig und aufmerksam lesen! Die Stellenanzeigen enthalten viele Informationen, die letztlich entscheidend sind: sich bewerben oder nicht bewerben. Das ist hier die Frage. In diesem Artikel verraten wir dir, wie du eine Stellenanzeige richtig liest und worauf du achten solltest.



Aufbau einer Stellenanzeige


Alle Stellenanzeigen haben einen Titel, d.h. eine konkrete Bezeichnung der Stelle. Heutzutage werden oft englische Begriffe wie "Sales Manger" oder "Content Crestor" verwendet. Schau dich um, suche in der Stellensuche nach ähnlichen Begriffen und finde heraus, was sich normalerweise hinter diesen Stellentiteln verbirgt. In vielen Fällen kannst du schon am Titel erkennen, ob die Stelle für einen Berufseinsteiger geeignet ist. Zum Beispiel gibt es "Junior Program Manager" oder einen "Trainee".

Obwohl sich viele potenzielle Arbeitssuchende auf die Anforderungen konzentrieren, sollte keiner der folgenden Abschnitte der Stellenanzeige ignoriert werden. Generell gilt: Wenn du bei deiner Jobsuche sowohl Tageszeitungen als auch verschiedene Jobportale nutzt, wirst du zahlreiche Stellenanzeigen sehen, die ganz unterschiedlich gestaltet und strukturiert sind. Aber fast jede Stellenanzeige hat ein paar Gemeinsamkeiten. Dazu gehören die arbeitsbezogenen Aufgaben und die Qualifikationen, die der Bewerber oder die Bewerberin mitbringen muss.


 

Erste Infos

Die ersten Informationen sind oft sehr wichtige Rahmenbedingungen wie Ort, Art der Beschäftigung (Vollzeit/Teilzeit, Praktikum, Festanstellung usw.) und wann die Anzeige online gestellt wurde. Das kann oft ein Ausschlusskriterium sein, wenn die Stelle interessant aussieht, das Unternehmen aber in Südbayern liegt und die Familie in Hamburg wohnt. Diese Information befindet sich oft unter dem Stellentitel.


Das Unternehmen stellt sich vor.

Im ersten Absatz stellt sich das Unternehmen und potenzielle Arbeitgeber vor. Hier findest du wertvolle Informationen darüber, in welchen Branchen das Unternehmen tätig ist, wo der Schwerpunkt liegt, oft schon die Betonung auf der guten Marktposition und was das Unternehmen weiterhin positiv macht.

Natürlich ist das Unternehmen daran interessiert, sich selbst in ein gutes Licht zu rücken, den Lesenden davon zu überzeugen und ihn oder sie zu einer Bewerbung zu bewegen.


Achte darauf, wie der Satz formuliert ist. Ist dein Unternehmen ein "Marktführer" oder ein "führendes Unternehmen auf dem Markt"?

Das kann oft einen großen Unterschied machen.


Die Aufgaben.


Der nächste Absatz ist viel interessanter für dich. Hier geht es um eine bestimmte Aufgabe, die normalerweise in jedem Job vorkommt. In diesem Abschnitt können die Werbefirmen mehr oder weniger ins Detail gehen. Oft musst du dich auf Aufgaben beschränken, die sehr häufig sind oder regelmäßig vorkommen. Oder aber auf die Aufgaben, die den Job (bei diesem Arbeitgeber) besonders attraktiv machen.


Die Informationen, die du hier bekommst, sind sehr wichtig für deine Bewerbung. Wenn dir das Anforderungsprofil nicht gefällt, bewirbst du dich vielleicht nicht.

Die Aufgaben, die einer Stelle zugeordnet sind, können sich jedoch je nach Branche unterscheiden. Es lohnt sich, mehrere Stellenanzeigen zu vergleichen.



Kandidaten Profil


Der vielleicht wichtigste Teil einer Stellenanzeige ist für viele Stellensuchende die Aufgabenbeschreibung. Welche Qualifikationen und Fähigkeiten sollten Bewerbende für die Stelle mitbringen? Hier findest du auch einige Ausschlusskriterien. Suchst du eine Stelle nach deinem Bachelor-Abschluss, aber die Stelle richtet sich speziell an MBA-Absolventen? Dann wird deine Bewerbung nicht sehr erfolgreich sein. Dasselbe gilt, wenn du noch am Anfang deiner Karriere stehst, dein Arbeitgeber aber eine Führungsposition mit mindestens 7 Jahren Berufserfahrung verlangt.


Zusätzlich zu diesen ersten Informationen folgen oft weitere Hard- und Soft Skills. Du kennst bereits eine Programmiersprache oder musst fließend Japanisch sprechen? Sprachkenntnisse werden zum Beispiel in verschiedene Kategorien von "Grundkenntnissen" bis "fließend" oder sogar "verhandlungssicher" unterteilt, die dann auch spezifische Fachbegriffe in der jeweiligen Fremdsprache beinhalten. Diese Anforderungen entscheiden oft darüber, ob du der richtige Kandidat bist und ob die Qualifikationen, die du bereits hast, ausreichen, um in einem bestimmten Beruf zu arbeiten. Wenn das der Fall ist und dir auch die Stellenbeschreibung und die Präsentation des Unternehmens gefallen, dann steht deiner Bewerbung nichts im Wege.



Ggf. Benefits


Fachkräfte werden nicht mehr allein durch das Gehalt angezogen. Viele Unternehmen werben daher bereits in der Stellenbeschreibung - also beim ersten Kontakt mit dem zukünftigen Arbeitnehmer - mit kostenlosen Getränken und frischem Obst oder dem hauseigenen Fitnessstudio oder den regelmäßigen Studienreisen nach Kroatien.


Kontakt


Am Ende der Stellenanzeige findest du eine sehr wichtige letzte Information:

die Kontaktperson. Neben dem Namen und den Kontaktdaten findest du dort auch deine bevorzugte Bewerbungsmethode (in der Regel per E-Mail oder Online-Formular) und ggf. eine Referenznummer, die du mit deiner Bewerbung angeben musst. Der Personalverantwortliche kann diese dann direkt zuweisen. Achte darauf, dass du diese Informationen nutzt! Das unpersönliche "Sehr geehrte Damen und Herren" ist nicht überzeugend.


Formulierungen


Neben all den reichhaltigen Informationen, die in einer solchen Stellenanzeige offensichtlich sind, gibt es auch Informationen, die aus der Formulierung der Sätze nicht eindeutig hervorgehen. Das ist besonders wichtig, wenn es um die Anforderungen und das Stellenangebot für Bewerbende geht. Die Berufserfahrung kann bereits als "erste Berufserfahrung", "einschlägig" oder "nachgewiesen" kategorisiert werden und richtet sich damit an Bewerber/innen mit unterschiedlichem Erfahrungsstand und tiefem Verständnis für den Beruf. Wenn eine Qualifikation als "erforderlich", "vorausgesetzt", "notwendig" oder "ein Muss" beschrieben ist, solltest du sie in deiner Bewerbung auch nachweisen können.

Wenn dir eine dieser Fähigkeiten fehlt, hast du es vielleicht schwerer. Wenn es dagegen heißt, dass etwas "wünschenswert" oder "idealerweise vorhanden" oder "hilfreich" ist, kannst du deine Bewerbung mit gutem Gewissen abschicken, auch wenn du diese Qualifikation (noch) nicht hast.



Fotos und Videos


Zusätzlich zu den Unternehmensbeschreibungen und den Arbeitgeberleistungen fügen einige Unternehmen ihren Stellenausschreibungen auch Fotos und/oder Videos hinzu. So können sich potenzielle Bewerber ein besseres Bild von dem Unternehmen und seiner Unternehmenskultur machen.

Bei diesen Fotos und Videos handelt es sich in der Regel um Imagefilme, die sehr positiv sind und den Interessenten überzeugen sollen, sich zu bewerben.

Andererseits zeugen sie auch davon, dass intensive Anstrengungen unternommen werden, um geeignete Mitarbeiter/innen zu finden.


Gehaltswunsch


Obwohl es nicht üblich ist, fordern einige Stellenanzeigen potenzielle Arbeitssuchende auf, ihre Gehaltsvorstellungen in ihrer Bewerbung anzugeben. Wir empfehlen, dass du deine Gehaltsvorstellung im Anschreiben deiner Bewerbung angibst.